
Hervorgegangen aus der bereits Anfang der 2000er Jahre aufgelösten und in Dresden ansäßig gewesenen Noise-Pop-Band Pancake Day haben Lestar es sich auf die Fahnen geschrieben, die zahlreichen unveröffentlichten Sessiontapes von damals ins verdiente Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Dabei knüpfen Lestar musikalisch vor allem an die späten Pancake Day an, die sich – frei von jeglichen Dogmen – bereits von dem bis dahin ziemlich zentralen Gesang, klassischen Songstrukturen und engen Genregrenzen verabschiedeten hatten. Gespielt wurde, was der überaus heterogene Geschmack der damaligen Bandmitglieder gerade hervorbrachte.
In dieser Tradition vereint Lestar ein Sammelsurium an musikalischen Einflüssen. Zu hören sind noisige Gitarren genauso wie poppige Melodien, das Repetitive des Krautrocks neben experimentellem Progrock, gelegentlich auch elektronische Rhythmen aus dem Sampler. Und über allem schwebt die Rauheit des Low-Fi und Simplizität des Punk, jedoch ohne den revolutionären Gestus, ohne ideologischen Anspruch, mitunter am Rande der Naivität und immer mit zwinkerndem Auge. Lestar spielen ihre Musik so, weil sie es dürfen.
Gregor Gantert (Schlagzeug)
Frank Hilpert (Bass)
Thomas Weiß (Gitarre)
Marco Sebastian Christ (Keyboards, Gitarre)
Live:
01.06.25: Sonntags im Foyer, Zentralwerk, Dresden, mit Stille Post, 19:00 h
11.01.25 Veränderbar, Dresden, mit Stille Post, 20:30 h



